Ideen finden mit Crowdsourcing

Ideen finden mit Crowdsourcing

Von am 3. August 2016
in Marketing & PR

Viele Unternehmen suchen innovative Ideen und nutzen immer häufiger die kollektive Intelligenz, die Crowdsourcing. Warum im stillen Kämmerlein eine neue Idee entwickeln, wenn die Macht einer Masse, der sogenannten «Crowd», zur Verfügung steht?

Beim Crowdsourcing lagert die Unternehmung Teilaufgaben an eine Gruppe freiwilliger User aus. Unternehmen nutzen erfolgreich die Erfahrungen und das Engagement – beispielsweise der Konsumenten – aus, indem sie in Entwicklungsprozesse eingebunden werden. Eine Masse bringt meist innovativere Lösungen hervor als ein Einzelner. In diesem Zusammenhang wird auch häufig von «Schwarmintelligenz» gesprochen. Durch die globale Vernetzung des Internets ist Crowdsourcing mit wenig Aufwand möglich.

Einsatzgebiete
Dieses Instrument ist in Unternehmen sehr flexibel einsetzbar. Typische Anwendungsbereiche für Crowdsourcing sind Produkteinführungen oder -optimierungen, Markenaufbau, Kundenpflege, Marktforschung oder die Suche nach Innovationen. Gewisse Arbeiten können ebenfalls im Crowdsourcing ausgelagert werden z.B. Textarbeiten. Das wohl bekannteste Beispiel für Crowdsourcing ist das Wikipedia, die Internet-Enzyklopädie.

Über 150’000 Ideen entwickelt
Crowdsourcing hat sich als wertvolles Instrument etabliert. Genau in diesem Bereich positioniert sich die Plattform Atizo.com als «Innovation Partners», welche von ATIZO 360° betrieben wird. Die Community mit über 22’000 Innovatoren entwickelte bereits über 150’000 Ideen.

Konkrete Fragen für qualitativ gute Antworten
Damit interessante und gute Ergebnisse entstehen, lohnt es sich Zeit in die Fragestellung und in die Moderation zu investieren. Die Fragen sind unbedingt auf die Community zuzuschneiden und gut verständlich zu formulieren. Die Community muss genau verstehen, um was es geht. Empfehlenswert sind kurze, prägnante Sätze ohne Fremdwörter. Eine ansprechende Darstellung fördert die Lesefreundlichkeit.

Tipps zur Moderation
Nicht jede Idee ist gut. Die aktive Moderation hilft, gute von schlechten Ideen zu unterscheiden. Worauf muss ich achten?

  • Ziele und Prozesse transparent machen
  • Moderator mit Bild und Kontakt abbilden
  • Prozess mit eigenen Ideen in Gang setzen
  • Ideen regelmässig lesen und kommentieren
  • Spannende Ideen als «interessante Idee» markieren
  • Ideen gruppieren
  • Belohnungssystem als Anreiz integrieren
  • Gute Ideen für die engere Auswahl nominieren und bereits vor Projektende eine erste Grobauswahl treffen
  • Wenn nötig, Ideen in eine andere Richtung lenken, Stossrichtung mit eigenen Ideen korrigieren, mehr Informationen bereitstellen

Idee finden und erfolgreich integrieren
Ergebnisse aus einem Crowdsourcing-Prozess können noch so gut sein. Nicht jede Unternehmenskultur lässt fremde, neue Ideen zu. Widerstände sind deshalb frühzeitig abzubauen und mit frühzeitiger Integration der Mitarbeiter und offener Kommunikation vorzubeugen.

Ein Crowdsourcing-Projekt mit wenig Erfolg musste Kraft Foods 2009 in Australien verkraften. Sie suchten für ein neues Produkt einen Namen. Eine Jury wählte diesen aus Tausenden von Vorschlägen aus. Mit wenig Erfolg, denn die Öffentlichkeit war mit der Wahl nicht einverstanden. In einem zweiten Anlauf liessen sie den Namen durch die Crowd bestimmen. Mit wesentlich mehr Erfolg.

Fazit
Wer auf die Kreativität, das Wissen und die Kooperationsbereitschaft einer Gemeinschaft bauen möchte, muss authentisch und transparent kommunizieren und die «Crowd» mitentscheiden lassen. Als Grundlage dient die professionelle Vorbereitung, durchdachte Prozesse und vordefinierte Regeln.

Einen guten Überblick über Crowdsourcing-Projekte bietet Innolist (Schweiz) und Crowdsourcing (Ausland).

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