Einmal volltanken! Energie super!

Einmal volltanken! Energie super!

Von am 30. Mai 2015
in Business Women

Ich hätte nie gedacht, dass sich meine Batterien eines Tages entladen. Wer mich persönlich kennt, weiss, dass ich von Energie nur so sprudle. Höchste Zeit, aufzutanken! Folglich buche ich einen Kurzaufenthalt in einem Wellnesshotel.

Gewisse Lebenseinschnitte können uns Frauen mehr Energie und Substanz kosten als uns lieb ist. Kinder können uns den Schlaf rauben oder ein Arbeitsprojekt kostet uns viel Zeit, Aufwand und Nerven. Mutter und Geschäftsfrau zu sein, ist ein 24-Stundenjob, sieben Tage die Woche. Viele von uns leiden unter chronischem Zeitmangel. Wir sind immer da, wenn wir gebraucht werden – für den Gatten, die Kinder und für den Arbeitgeber oder als Selbständige für die Kunden. An guten und schlechten Tagen. Wir sind der Fels in der Brandung. Doch wir sollten uns selbst nicht vergessen und uns Zeit für kleine Wohltaten freischaufeln. Bloss nicht zuwarten bis zum berühmten Punkt, an dem alles zu viel wird.

Sich aus dem Alltag zurückziehen, die Seele baumeln lassen, in der Natur auftanken und das Buch, welches seit Monaten auf dem Nachttisch liegt, endlich lesen. Der Bestseller ist bereits ein Brockenstuben-Fundstück. Angesagt ist Ruhe und sich ein paar schöne Momente in einer wunderschönen Landschaft gönnen.

Bedürfnis nach Erholung ist nicht ein Zeichen unserer heutigen schnelllebigen und stressigen Zeit, sondern ist schon ein viel älteres Thema.

Alles nimmt mit der Industrialisierung in England seinen Anfang. Arbeitnehmer leiden unter den sozialen Missstände und der harten, monotonen Arbeit in den Fabriken. Erste körperliche und seelische Schäden treten bei ihnen auf. Um das Elend zu bekämpfen, eröffnet die Regierung 1791 die erste Heilstätte für schwächliche, kränkelnde Kinder an der Küste Englands.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blüht die Industrie weiterhin stark auf. Viele Menschen ziehen vom Land in die Städte. Soziale Probleme wie Wohnungsnot, mangelhafte Lebens- und Hygiene-Verhältnisse und sich ausbreitende Krankheiten sind die Folge. Erholung wird im Zuge dieser Verelendung durch die Industrialisierung unerlässlich. Spezielle Institutionen wurden daher eröffnet.

Nach dem Krieg wurden Mütter die neue Zielgruppe der Erholungszentren. Sie litten besonders unter den Folgen des Krieges. In einer Müttergenesungskur konnten sie oftmals das erste Mal wieder in einem eigenen Bett ausschlafen, sich satt essen und Kraft für den Alltag sammeln. Die Zahl der Müttergenesungshäuser wuchs schnell, viele Frauen nutzten die Möglichkeit, seelisch und gesundheitlich aufzutanken.

Dr. Annie Bodmer ist in der Schweiz als Visionärin in die Geschichte der Frauenförderung eingegangen. Sie rief 1953 die „Annie Bodmer-Abegg-Stiftung“ ins Leben, kaufte im Prättigau eine einfache Pension und liess diese umbauen. Diese Pension ermöglichte in der Nachkriegszeit vielen schwer belasteten Frauen und Bäuerinnen eine Auszeit. Für Annie Bodmer waren Mütterferien und Frauenbildung ein grosses Anliegen. Noch heute können sich Frauen, aber auch Männer, auf dem Hof Planis ein paar Tage Ruhe gönnen.

Mein Abstecher hat mich ins liebliche Appenzellerland geführt. In einem Wellnesshotel gönne ich mir zwei ruhige Tage, inmitten unberührter Natur, am Fuss des imposanten Alpsteins.

Oft brauchen wir gar keine Wellnessferien. Ein geselliger Abend mit ein paar Freunden und Freundinnen reicht aus, um sich aus dem Alltag auszuklinken. Und wo tankt ihr jeweils Energie? Wir sind gespannt auf eure Tipps.

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