Höhenflüge

Höhenflüge

Von am 23. Juli 2015
in Business Women
Ein Kommentar

Im Mai dieses Jahres las ich in der Sonntagszeitung den Artikel über Lena Nölke, der jüngsten Pilotin der Fluggesellschaft Swiss. Ihr Porträt stimmte mich nachdenklich, ja sogar ein bisschen neidisch. Mit 25 Jahren seinen Traum erfüllt zu haben, ist wirklich unglaublich. Wer kann das von sich behaupten? Viele von uns erreichen dieses Ziel ihr ganzes Leben lang nicht.

Die zielstrebige Jungpilotin
Die 25-Jährige wusste bereits im Kindesalter, dass sie später Pilotin werden wollte. In ihrer Freizeit spielte sie hauptsächlich mit Modellflugzeugen und beobachtete am liebsten die startenden und landenden Flugzeuge am Flughafen Zürich. Später versuchten ihr viele Menschen, den Berufswunsch auszureden. Sie erzählten ihr von den strengen Eintrittstests für diesen Männerberuf. Doch Lena Nölke hielt nichts ab und verfolgte ihr Ziel eisern und fokussiert. Heute gehört sie zu den wenigen 6 Prozent Frauen, welche als Pilotinnen bei der Swiss fliegen.

Das Maschinenbaustudium begann sie nur, um eine Option zu haben, sollte es mit dem Fliegen nicht klappen. Zudem wusste sie, dass sie sich erst im Alter von 20 Jahren als Pilotin bei der Swiss bewerben konnte. Seit zwei Jahren ist sie als «First Officer» (Co-Pilot) auf Kurz- und Mittelstreckenflügen bei der Swiss anzutreffen. Ab Herbst 2015 wird sie – sofern alles klappt – ebenfalls Langstreckenflüge an den richtigen Ort navigieren. Und wer weiss, vielleicht ist sie in 10 Jahren bereits die jüngste Captain bei der Swiss. Wünschen würde ich es der zielstrebigen, jungen Dame auf jeden Fall! Privat geht sie zurzeit ihren Weg alleine, auf diese Weise lebt sie ihren Traum ganz uneingeschränkt aus. Die Jungpilotin ist übrigens der Meinung, dass Beziehungen unter Arbeitskollegen wahrscheinlich besser funktionieren, da sie Verständnis für die Bedürfnisse des jeweils anderen haben.

Warum neidisch?
Dank meinen guten schulischen Leistungen standen mir damals alle Wege offen. Im Gegensatz zu Lena Nölke fehlte es mir wohl an Charakterstärke. Immer wieder liess ich mich vom Weg abbringen. Diese Stärke musste ich mir über die Jahre hart erarbeiten. Dass ich mein Ziel noch nicht erreicht habe, zeigt der aufkeimende Neid gegenüber jenen, die sie bereits besitzen. Ich arbeite täglich an der Entwicklung meines gesunden Selbstbewusstseins mit dem Ziel, mit mir und dem von mir Erreichten glücklich zu sein.

Die Freundschaft, die sich mit den Power-Business-Frauen Carole und Brigitte aus einem meiner LinkedIn-Kurse entwickelt hat, hilft mir dabei. Auch mein wundervoller Job mit Potenzial bei KENDRIS AG trägt seinen Teil dazu bei. Aber mein Superheld, der mir bereits über sieben Jahre bester Begleiter ist und mir zwei wundervolle Kinder geschenkt hat, ist mein grösster Unterstützer.

Wichtig ist, dass wir alle ein Ziel vor Augen haben. Oft erreichen wir dieses mit einem Umweg oder erst später als geplant. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euer Ziel auf direktem Weg erreicht? Wir sind gespannt auf eure Kommentare und Erfahrungen.

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1 Kommentar

  1. Sina
    23. Juli 2015

    Wer aufgehört hat zu träumen, hat aufgehört zu leben! ;o)
    Wir alle brauchen Träume, Wünsche und Ziele. Manche bleiben unerreicht, manche funktionieren nur mit Unterstützung von Gleichgesinnten und der Weg ist das Ziel; nicht immer direkt, sondern mit Kurven, es liegen Steine auf dem Weg und manchmal fühlt man sich sehr einsam! Ich arbeite knochenhart an meinem Ziel und auf dem Weg dahin, aber das wunderbare Gefühl das ich spüre, ist einfach fantastisch ;o))!

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